Produkte filtern
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Was macht Blättchen zum Drehen besonders?
Blättchen zum Drehen werden auch als Zigarettenpapier, Drehpapier, Paper(s) und im technischen Bereich als RYO-Papier (roll your own) bezeichnet. Eine spezielle Imprägnierung macht sie glimmfähig. So verbrennen sie zeitgleich mit dem Drehtabak – eine essenzielle Eigenschaft für den perfekten Genuss!
Verkauft werden sie in kleinen Packungen, Heftchen genannt, zu meist 32, 34, 50, 100 oder 120 Stück, die mitunter Teil einer größeren Box sind. Jedes Zigarettenblättchen ist in der Mitte gefaltet und besitzt an der Längsseite eine Klebelinie aus Gummiarabikum oder Dextrin.
- Gummiarabikum ist ein gummiartiges Harz, das auch in Lebensmitteln als Verdickungsmittel oder Emulgator zum Einsatz kommt.
- Dextrin (auch Stärkegummi oder Maltodextrin genannt) wird direkt aus Stärke gewonnen und erfüllt denselben sicheren, lebensmittelechten Zweck.
Für denjenigen, der keine Lust auf Selbstdrehen hat, gibt es vorgedrehte Blättchen. Sie werden Cones genannt und haben bereits die typische trichterförmige Form. Mit den mitgelieferten Stopfhilfen sind sie im Handumdrehen befüllt. Beliebte Beispiele hierfür sind die Smoking Brown Cones und die Jammin Hemp Cone Classic mit einem integrierten Aktivkohlefilter.
Zudem ist Zigarettenpapier zum Drehen auf mehreren Meter langen Rollen erhältlich. Eine Abreißkante erleichtert das Abtrennen der einzelnen Blättchen.
Beliebt ist auch Endlospapier wie die OCB Rolls Slim mit Tips (4 m), bei dem sich die Länge der Blättchen völlig frei bestimmen lässt.
Wichtig für die Sicherheit: Das RIP-Verfahren
Um das Risiko von Bränden durch unbeaufsichtigte Zigaretten zu minimieren, gilt in der EU seit 2011 eine strenge Sicherheitsverordnung. Blättchen dürfen nur noch verkauft werden, wenn sie nach dem RIP-Verfahren produziert wurden (reduced ignition propensity = verminderte Zündneigung).
Es schreibt vor, dass eine abgelegte Zigarette nach kurzer Zeit von alleine erlöschen muss, wenn nicht daran gezogen wird. Die Regelung gilt auch für fertige Zigaretten und Zigarettenhülsen für Stopftabak.
Welche Arten von Zigarettenpapier gibt es?
Bei Zigarettenpapier hast du die Wahl zwischen verschiedenen Formaten und Materialien. Zu den Klassikern gehören:
- Formate: Regular Size, Queen Size und Long Size
- Features: Blättchen mit Cut Corners (mit 1 oder 2 abgeschnittenen Ecken als Drehhilfe
- Materialien: Holz, Hanf und Reis
Regular Blättchen: Klassisches Format für Standard-Zigaretten
In Deutschland werden für den alltäglichen Bedarf in erster Linie kurze Blättchen verwendet, auch Regular Papers genannt. Mit einer Standardlänge von 68 bis 70 mm und einer Breite von ca. 39 mm eignen sie sich ideal für den klassischen Rauchgenuss von 3 bis 6 Minuten.
Praktischer Tipp – Cut Corners:
Viele Regular Blättchen gibt es auch mit sogenannten Cut Corners. Dabei sind eine oder zwei Ecken abgeschnitten, wie beispielsweise bei den Smoking Cut Corner Double Window. Das erleichtert das Eindrehen erheblich – besonders beim Drehen im Dunklen.
Long Papers: King Size & King Size Slim für den Kräuterkonsum
Neben den Regular Papers sind auch längere Blättchen erhältlich: die Longpapers, oft auch als King Size Papers bezeichnet*.
Sie sind die ultimativen Blättchen für den Kräuterkonsum, da sie deutlich langsamer abbrennen als normales Zigarettenpapier. Da Kräuter von Natur aus langsamer und ungleichmäßiger glimmen als Tabak, ist diese verzögerte Verbrennung essenziell, um ein vorschnelles Wegbrennen des Papiers oder einseitiges Glimmen (sogenannte „Seitenbrenner“) zu verhindern.
Zudem verzichten Long Papers meist auf chemische Brennhilfsmittel, weshalb sie in Rauchpausen einfach ausgehen, statt wie eine klassische Zigarette im Aschenbecher von alleine weiterzuglimmen.
Long Papers haben eine Länge zwischen 100 und 110 mm. Bei der Breite wird zwischen zwei Varianten unterschieden:
- King Size: Mit einer Breite von ca. 52 bis 55 mm bietet es viel Platz für den Tabak und lässt sich leicht greifen.
- King Size Slim: Diese Variante ist mit 44 mm deutlich schmaler. Genießer lieben sie, weil weniger Eigengeschmack des Papiers mitgeraucht wird.
*Merke dir den Unterschied:
- Bei fertigen Zigaretten: „King Size“ beschreibt die kurze Standardgröße (84 mm).
- Bei Blättchen (Papers): „King Size“ steht für die luxuriöse Überlänge (110 mm).
Spezielle Blättchen: Aus Hanf- & Reispapier
Hanf- und Reispapiere bieten im Vergleich zu klassischem Holzpapier ein sehr sauberes und natürliches Raucherlebnis.
- Hanfpapier wie die Pure Hemp Blättchen und die Smoking Blättchen Green ist besonders nachhaltig, leicht zu drehen und überzeugt durch ein langsames, gleichmäßiges Abbrandverhalten mit dezentem, leicht süßlichem Eigengeschmack.
- Reispapier wie die OCB Blättchen Rice Slim und die Smoking Blättchen Arroz Medium hingegen gilt als die geschmacksneutralste Variante überhaupt, da es hauchdünn ist und fast ohne Ascherückstände verbrennt. Allerdings ist das glatte Papier beim Drehen etwas anspruchsvoller und geht bei Rauchpausen schneller aus.
Heutzutage mischen die Hersteller meist Hanf- und Reisfasern untereinander und ergänzen sie durch Holz- oder Flachsfasern, um die besten Eigenschaften der verschiedenen Materialien miteinander zu kombinieren. Das Ergebnis ist ein reißfestes, dünnes Papier mit optimalem Abbrand.
Was beeinflusst das Brennverhalten eines Drehpapiers?
Ein gutes Brennverhalten bedeutet in erster Linie, dass das Tabakblättchen gleichmäßig abbrennt. Qualitativ hochwertige Papers haben eine einheitliche Struktur, sodass die Zigarette rundherum gleichmäßig kürzer wird und nicht nur einseitig.
Zum Brennverhalten gehören außerdem zwei weitere Faktoren. Sie werden maßgeblich von der Papierstärke beeinflusst:
- Die Rauchverdünnung: Wie stark vermischt sich der Rauch beim Ziehen mit der Umgebungsluft?
- Das Erlöschen: Geht die Zigarette von alleine aus, wenn man sie ablegt?
Die Papier-Typen nach ISO-Norm 15592-3
Bei Blättchen zum Drehen wird nach ISO 15592-3 zwischen dem etwas dickeren A-Papier (18 bis 24 g/m²) und dem dünneren B-Papier (10 bis 14 g/m²) unterschieden:
- Typ A-Blättchen sind besonders luftdurchlässig. Das sorgt dafür, dass der Rauch beim Ziehen mit einströmender Nebenluft verdünnt wird, was die Nikotin- und Schadstoffwerte senkt. Da sie kaum Füllstoffe und keine Brandsalze enthalten, geht die Glut von alleine aus, wenn nicht alle 40 bis 60 Sekunden gezogen wird (z. B. Gizeh Special).
- Typ B-Blättchen sind weniger luftdurchlässig, sodass kaum Luft von der Seite einströmt. Der Rauch bleibt unverdünnt, was die Nikotinwerte erhöht. Durch einen höheren Anteil an Füllstoffen und Brandsalzen brennen diese Papiere auch dann weiter, wenn man die Zigarette ablegt. Aufgrund ihrer größeren Masse erzeugen sie allerdings etwas mehr Ruß und erfordern beim Drehen mehr Fachwissen (z. B. Gizeh Black King Size Slim).
Wichtig gegen den Mythos: Viele Raucher glauben fälschlicherweise, dass dünne Blättchen die Stärke der Zigarette reduzieren. Das Gegenteil ist der Fall: Hochfeine, dünne Papers gehören oft zum Typ B (luftundurchlässig). Weil beim Ziehen weniger Nebenluft durch das Papier dringt, wird der Rauch nicht verdünnt. Du inhalierst den Tabak konzentrierter, was das Aroma spürbar intensiviert.
Warum gibt es braune und weiße Blättchen?
Braune Blättchen (Unbleached Papers) wie die Smoking Blättchen Brown Medium sind die ideale Wahl für umweltbewusste Raucher und Puristen, die Wert auf ein möglichst naturbelassenes Produkt legen. Sie verzichten auf Chlor oder andere chemische Zusätze, was sie besonders nachhaltig macht. Das spiegelt sich auch in den naturbelassenen Verpackungen wider.
Sie eignen sich perfekt für Genießer, die das langsame, organische Abbrennen von echten Pflanzenfasern schätzen und sich nicht an einem leicht holzigen Eigengeschmack stören.
Weiße Blättchen hingegen richten sich an Raucher, die Wert auf absolute Geschmacksneutralität legen. Durch den Bleichprozess verbrennen diese Papers vollkommen geschmacksrein, sodass das Aroma des Tabaks ohne jede Ablenkung im Vordergrund steht.
Zudem garantieren sie durch ihre griffigere Oberflächenstruktur ein unkompliziertes Handling.
Vergleichstabelle: Braune vs. weiße Blättchen:
| Merkmal | Braune Blättchen (Unbleached Papers) | Weiße Blättchen (klassisch) |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Unbleached Papers / ungebleichte Blättchen | Herkömmliche / klassische Blättchen |
| Farbe & Optik | Naturbelassener, ganz natürlicher Braunton. | Weiß (durch den Bleichprozess optisch aufgehellt). |
| Bleichmittel | Die Hersteller verzichten weitgehend oder komplett auf Bleichmittel. | Werden unter dem systematischen Einsatz von Bleichmitteln aufgehellt. |
| Geschmack | Punktet mit einem unverwechselbar natürlichen, oft leicht holzig-erdigen Geschmack. | Gilt als absolut geschmacksneutral; besitzt keinen „naturbelassenen“ Eigengeschmack. |
| Gummierung (Klebenaht) |
Viele Marken verfügen über eine rein pflanzliche Gummierung ohne Farb- und Zusatzstoffe. | Standard-Gummierung (enthält unter Umständen herkömmliche Zusatz- oder Farbstoffe). |
| Verpackung | Kommt ebenfalls im natürlichen Braunton daher und ist frei von chemischen Mitteln. | Standardmäßig gebleichte und chemisch behandelte/bedruckte Kartonverpackung. |
| Ökologische Aspekte | Starker Fokus auf Nachhaltigkeit: Einige Marken werben mit ökologischem Anbau oder der Nutzung von Windenergie (z. B. OCB Organic Hemp Slim). | Standardisierte, rein industrielle Produktion ohne diesen spezifischen ökologischen Fokus. |
Welche sind die beliebtesten Marken?
Die Frage nach den besten Blättchen-Marken zu beantworten, ist genauso unmöglich wie die Frage nach der besten Drehtabak-Marke oder der besten Zigarettenmarke. Es ist eine rein individuelle Entscheidung. Als absolute Klassiker gelten aber die Tabakblättchen OCB Blau und die OCB Blau No. 4 Cartonne Express Gomme.
Die Marke OCB hat sich in den vergangenen Jahren fest etabliert. Besonders empfehlenswert sind neben den blauen Klassikern OCB Blau (aus Flachs und Holzzellulose) auch die schwarzen, dünnen Blättchen OCB Schwarz Premium Kurz No. 4 (aus Hanf). Obwohl sie so fein sind, dass der Tabak hindurchscheint, lassen sie sich besonders leicht drehen und weisen eine gute Stabilität auf.
Spannendes Hintergrundwissen: Der Name OCB ist eine Abkürzung für die drei historischen Meilensteine des Unternehmens: Das O steht für Odet, den Fluss, an dem 1822 die erste Papierfabrik gegründet wurde. Das C ist der Anfangsbuchstabe von Cascadec, einem weiteren geschichtsträchtigen Standort der Firma, und das B steht für Bolloré – den Familiennamen des Gründers René Bolloré.
Sind Bio- oder Hanf-Blättchen umweltfreundlicher?
Wer beim Selbstdrehen konsequent Wert auf Nachhaltigkeit legt, greift heute immer häufiger zu Bio- oder Hanfblättchen. Während klassisches Zigarettenpapier meist aus Holzzellulose besteht und aufwändig gebleicht wird, punkten diese grünen Varianten mit einer exzellenten Ökobilanz.
Die absolut umweltschonendste Wahl für dein Raucherlebnis ist die Kombination aus beidem: ungebleichte Bio-Hanf-Blättchen.
| Kriterium / Vorteil | Bio-Blättchen (Organic) | Hanf-Blättchen (Hemp) |
|---|---|---|
| Rohstoffquelle | Kann aus verschiedenen Pflanzen stammen (z. B. Holz, Reis, Flachs), die streng ökologisch angebaut werden. | Besteht aus den robusten Fasern der Hanfpflanze, die extrem schnell nachwächst und keine Bäume gefährdet. |
| Anbau & Bodenschutz | Garantiert frei von synthetischen Düngemitteln und chemischen Pestiziden, was Böden und Grundwasser schützt. | Hanf unterdrückt Unkraut von Natur aus selbst, weshalb beim Anbau kaum Herbizide nötig sind. |
| Verarbeitung & Chemie | Fokus liegt auf dem Verzicht von Zusatzstoffen und der Nutzung rein pflanzlicher Klebestreifen (z. B. Gummiarabikum). | Oft von Natur aus ungebleicht (unbleached), wodurch der Einsatz von umweltschädlichem Chlor komplett entfällt. |
| Ressourcen-Effizienz | Schont die Umwelt durch kontrollierte, zertifizierte Kreisläufe und oft CO₂-neutrale Produktion (z. B. über Windkraft). | Liefert auf derselben Fläche deutlich mehr Biomasse als Holz und benötigt beim Wachstum extrem wenig Wasser. |
Expertin für Tabakwaren und Rauchalternativen
Angelika schreibt seit 2021 leidenschaftlich über die Welt des Tabaks und seine modernen Alternativen. Ihre Arbeit umfasst das gesamte Spektrum – von präzisen Kategorietexten über klassische Produktbeschreibungen bis hin zu lebendigen Blogbeiträgen in unserer Raucherlounge.
Ihr tiefgreifendes Wissen über die Branche, globale Tabakkonzerne und aktuelle Markttrends basiert auf jahrelanger Marktbeobachtung, dem Vergleich von Marktinnovationen und kontinuierlichem Dialog mit Branchenkennern. Als studierte Germanistin verbindet sie ihr Insider-Wissen mit präziser Sprache und modernem SEO-Know-how – für klare Empfehlungen, die Kunden dabei unterstützen, das passende Produkt zu finden.
Quellen: Die Statistiken und Zahlen auf dieser Seite stammen vom Hersteller sowie internen Quellen der Tabak Welt.


