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Tabakerhitzer

Verbrennungsfreie Tabakerhitzer, auch Tabakverdampfer, Tabakheizsysteme und Heat-not-burn-Produkte genannt, sind weltweit auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland finden sie reißenden Absatz und mischen den Markt der Zigaretten ordentlich auf. Klassische Zigaretten werden mehr und mehr vom Markt verdrängt.

Erfolgreicher Vorreiter war Philip Morris, der Hersteller der Marlboro, mit dem ersten Tabakerhitzer, der IQOS. Seit 2017 ist die IQOS auch in Deutschland erhältlich. 2020 kam dann das Gegenstück von British American Tobacco, die glo. Es wird nicht mehr lange dauern, bis weitere Konkurrenzprodukte und Hybridmodelle, die das Beste von Tabakerhitzern und E-Zigaretten vereinen, auch bei uns erhältlich sind. Das Ende der Zigaretten-Ära ist definitiv angebrochen.

Aufbau und Funktion von Tabakerhitzern

Tabakerhitzer bestehen aus einer Erhitzereinheit und einem Akku. Sie arbeiten immer nach dem gleichen Prinzip: Ein speziell entwickelter Tabakstick wird in wenigen Sekunden elektronisch auf Temperaturen bis 350 Grad Celsius gebracht. Die Hitze reicht aus, um aromatische Aerosole entstehen zu lassen, die vom Raucher durch einen Filter ähnlich dem der Zigarette inhaliert werden. Die Technologie hinter den Tabakerhitzern nennt sich „Heat-not-Burn“ (auf Deutsch: „Erhitzen-nicht-Verbrennen“). Denn der Tabak wird nur erhitzt, nicht verbrannt. Die Anzahl an Schadstoffen ist minimal; der Nikotingehalt entspricht dem von Zigaretten.

Verbreitung von Tabakerhitzern

Tabakerhitzer sind Alternativen für erwachsene Raucher, die sonst weiterhin Industriezigaretten, Zigaretten zum Stopfen und Zigaretten zum Drehen verwenden würden. Viele kombinieren auch Tabakerhitzer und Zigaretten. In Deutschland finden vor allem weibliche Konsumenten an Tabakerhitzern Gefallen. Ihre Zahl ist doppelt so hoch wie die der männlichen Raucher. Mit anderen Ländern ist das allerdings nicht vergleichbar. In Japan beispielsweise werden Tabakerhitzer dreimal häufiger von Männern als von Frauen benutzt.

Insgesamt kann man sagen, dass rund um den Globus vor allem Männer und Frauen ab 35 Jahren zu den Konsumenten zählen. Allerdings zeigten sich in einer US-amerikanischen und kanadischen Studie aus dem Jahr 2018 auch viele junge Erwachsene offen, die noch nie geraucht hatten. Selbst Jüngere lassen sich von Tabakerhitzer begeistern: Ebenfalls 2018 fragte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren nach ihren Rauchgewohnheiten. Von 2755 Teilnehmern hatten 0,3 Prozent bereits Erfahrung mit Tabakerhitzern. Heute, Jahre später, dürfte der Anteil weitaus höher liegen.

Weniger Schadstoffbelastung durch Tabakerhitzer

Mittlerweile ist sich die Wissenschaft einig, dass der Wechsel von Zigaretten zu Tabakerhitzern der Gesundheit zugutekommt. Der Grund ist ebenso simpel wie einleuchtend: Die Schadstoffmenge im Aerosol liegt signifikant unter der im Zigarettenrauch. Das gilt auch für schwache Zigaretten. Zweite erfreuliche Nachricht: Es sind vor allem die Hauptschadstoffe des Zigarettenrauchs, die sich deutlich reduziert im Aerosol von Tabakerhitzern zeigen. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Tabakstickverpackungen keine abschreckenden Bilder tragen.

Die Ergebnisse sind im Grunde einleuchtend, wenn man bedenkt, wie heiß eine Zigarette wird. Kurz nach dem Anzünden herrschen an ihrer Spitze Temperaturen von 900 Grad Celsius, wenige Sekunden später von weit über 1000 Grad Celsius. Parallel verbrennt der Tabak mit all seinen Zusatzstoffen. Durch den Verbrennungsvorgang entstehen neue Stoffe, sogenannte Verbrennungsprodukte. Sie sind für die vielen Gesundheitsgefährdungen hauptverantwortlich.

Nicht so bei den Tabakerhitzern. Zwar verfügen die Aerosole der Tabakerhitzer über die gleichen schädlichen Substanzen, zum Beispiel Teer, Kohlenmonoxid, Acrolein, Acetaldehyd und Formaldehyd. Ihr Anteil ist aber wegen des fehlenden Verbrennungsprozesses weitaus geringer. Praktisches Beispiel: Wer täglich statt Zigaretten die gleiche Menge an Tabaksticks konsumiert, verringert die Aufnahme von Acetaldehyd um 60 Prozent und von Formaldehyd um 70 Prozent. Die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen wie Benzol und Butadien reduzieren sich sogar um bis zu 99 Prozent. Tabakerhitzer sind also harmlos und stellen – wenn überhaupt – ein Gesundheitsrisiko nur bei sehr langem Konsum dar.

Weg von der Zigarette: Die Vorteile der Tabakerhitzer

Wer keine Zigaretten raucht, sondern stattdessen Tabakerhitzer verwendet, verringert die Schadstoffbelastung um 95 Prozent. Die gesundheitsgefährdenden Stoffe befinden sich im Zigarettenrauch; bei Tabakerhitzern wird der Tabak allerdings nur erhitzt und nicht verbrannt. Einige Schadstoffe aus Zigarettenrauch fehlen im Aerosol der Tabakerhitzer sogar ganz.

Ein großes Plus der Tabakerhitzer ist die Möglichkeit, Tabak mit Aroma genießen zu können. Neben dem Geschmack nach Tabak erhalten viele Sticks die verschiedensten Fruchtaromen oder auch extravagante Noten wie Mokka, Holz und Kräuter. Herkömmliche Zigaretten dürfen in Deutschland nicht mehr mit Aromen verkauft werden.

Drei weitere Pluspunkte: Einige klassische Raucherbeschwerden treten bei Tabakerhitzern nicht auf. Dazu gehört der Geruch von Zigarettenrauch, der sich auf Kleidungsstücken, Händen, Haaren und Polstermöbeln festsetzt. Zudem profitiert die Zahnästhetik: Während bei Zigarettenrauchern erste gelb-bräunliche Zahnverfärbungen schon nach drei Wochen sichtbar werden, verändern Tabakerhitzer die Zähne nicht. Betrachtet man das Risiko Dritter, wird außerdem deutlich: Eine Belastung der Raumluft ist fast nicht gegeben – klar: Es gelangt kein Rauch, sondern nur das vom Konsumenten ausgeatmete Aerosol nach außen. Nicht umsonst dürfen Tabakerhitzer auch in geschlossenen Räumen konsumiert werden.

Ferner spart man mit Tabakerhitzern das Feuerzeug. Jeder kennt folgende Szene: Man geht zum Rauchen an die frische Luft, nimmt eine Zigarette und bemerkt, dass das Feuerzeug und der Aschenbecher fehlen. Das kann nervig sein. Viel simpler geht das Rauchen mit Tabakerhitzern, da sie mit einem Akku betrieben werden und keine Asche produzieren. Alles, was man für die Nutzung braucht, ist bereits integriert. Mit einem Tabakerhitzer kann man also jederzeit ohne Probleme rauchen.

E-Zigaretten – Rivalen der Tabakerhitzer?

Neben Tabakerhitzern sind E-Zigaretten beliebte Alternativen zu Zigaretten. Die Modelle zeigen sich höchst unterschiedlich. Einige erinnern an normale Zigaretten, andere ähneln Kugelschreibern, Lippenstiften oder USB-Sticks. Dennoch sind alle ähnlich konstruiert wie Tabakerhitzer, da auch sie aus einer Erhitzereinheit und einem Akku bestehen sowie gedampft, nicht geraucht werden.

Der größte Unterschied: Bei Tabakerhitzern wird der nikotinhaltige Dampf nicht aus einer Flüssigkeit gewonnen, dem E-Liquid, sondern aus echten Tabakblättern. Wenn man Tabakerhitzer verwendet, erhält man daher einen zu 100 Prozent unverfälschten Tabakgeschmack. Wer das Gleiche mit einer E-Zigarette erreichen will, ist dazu angehalten, mit Tabakaroma angereichertes Liquid zu verwenden. Für so manchen ehemaligen Zigarettenraucher ist das definitiv nicht genug.

Übrigens gab es vor ein paar Jahren ein böses Erwachen: In den USA waren nach Verkäufen auf der Straße „gepanschte“ E-Zigaretten im Umlauf. Man hatte das E-Liquid mit Vitamin-E-Acetat gestreckt, einer öligen Flüssigkeit. In der Folge kam es zu schweren Lungenentzündungen. Bis Februar 2020 mussten 2800 Personen, mehrheitlich junge Leute, im Krankenhaus behandelt werden. Der Vorfall hat der Branche weltweit sehr geschadet. Auch in Deutschland ist seitdem die Zahl der E-Zigaretten rückläufig.

Expertengespräche: Forscher diskutieren über Tabakerhitzer

Tabakerhitzer haben es nicht nur in die Verkaufsregale, sondern auch in die Labore der Experten geschafft. Sie untersuchen vor allem das Risikopotenzial und liefern interessante Resultate. Allerdings ist ein Großteil der Studien mit Vorsicht zu genießen. Der Grund ist simpel: Nicht wenige wurden von den Herstellern der Tabakerhitzer selbst durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben. Das bedeutet zwar nicht automatisch, dass man den Ergebnissen nicht glauben kann. Allerdings sollten sie besonders kritisch gesehen werden. Denn die Hersteller haben natürlich großes Interesse daran, dass für sie günstige Werte erzielt werden.

Das zeigt beispielsweise Philip Morris‘ umstrittene Studie mit 160 amerikanischen Teilnehmern. Das Forschungsergebnis belegte angeblich, dass der Wechsel von einer Zigarette zur IQOS zu einem ähnlich großen Rückgang der Schadstoffbelastung führe wie ein kompletter Rauchstopp. Eine von British American Tobacco durchgeführte Untersuchung mit 180 Japanern beobachtete mutmaßlich das Gleiche: Ein Wechsel von einer mittelstarken Zigarette zum Tabakerhitzer glo habe bei den Konsumenten die gleiche Verringerung negativer Werte gezeigt wie die Daten von Menschen, die das Rauchen vollständig aufgegeben hätten.

Als nicht ganz aussagekräftig erwiesen sich zudem Studien, die sich bei der Risikoabschätzung nur auf Erwachsene konzentrierten und keine Jugendlichen berücksichtigten. Ferner sollte man bei den Arbeiten die Vergleichsprodukte nicht außer Acht lassen. Die Ergebnisse waren natürlich für Tabakerhitzer umso besser, desto stärker die Zigaretten waren, mit denen sie verglichen wurden.

Studien von unabhängigen Wissenschaftlern gibt es selbstverständlich auch. Allerdings sind sie noch recht überschaubar. 2017 untersuchten drei britische Expertenkomitees die Tabakerhitzer als Ganzes. Im selben Jahr gaben Wissenschaftler der Universitäten Bern und Lausanne eine unabhängige Einschätzung über das Aerosol der IQOS. Fast zeitgleich führte auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeinsam mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Sigmaringen eigene Testversuche mit dem Aerosol durch. Das Team des BfR bestätigte die geringe Schadstoffmenge des Aerosols und gab grünes Licht.

IQOS und glo: Die unangefochtenen Marktführer

Der Markt der Tabakerhitzer wird immer heißer. Im Juni 2020 blies British American Tobacco zum Angriff auf die Marktführerschaft der IQOS und schickte die glo ins Rennen. Seitdem diskutieren die Fans der IQOS und der glo über die Unterschiede der Geräte.

IQOS von Philip Morris

Die IQOS war nicht einfach ein Zufallsprodukt. Laut Philip Morris stecken in ihr mehr als ein Jahrzehnt wissenschaftlicher Entwicklungsarbeit, mehr als 4300 registrierte Patente und mittlerweile ca. 8,1 Milliarden US-Dollar an Forschung. Das zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der Philip Morris die Entwicklung und Vermarktung betreibt. Bereits der Name beschreibt, wohin die Reise geht: IQOS steht für „I quit ordinary smoking“, also „Ich höre mit dem gewöhnlichen Rauchen auf“.

Alle IQOS-Modelle bestehen aus zwei separaten Teilen: dem Holder und dem Pocket Charger. Der Holder ist das Herzstück. Er dient dazu, die Tabaksticks (HEETS) mithilfe eines Heizstabs elektronisch zu erhitzen. Einige Quellen geben 300 Grad Celsius als Maximaltemperatur an, andere sprechen von 350 Grad Celsius. Wie dem auch sei: Die Hitze lässt ein Aerosol entstehen, das durch ein Plastikröhrchen kanalisiert, in einem speziellen Polymer-Film-Filter abgekühlt und anschließend vom Konsumenten durch einen weiteren Filter, ähnlich dem von Zigaretten, inhaliert wird.

Neben dem Holder gehören zur IQOS der Pocket Charger und die HEETS Sticks. Der Pocket Charger dient zum Laden des Holders. Zudem ist er ein sicheres Aufbewahrungs-Case, das den Holder vor Schmutz und Beschädigungen schützt. Die HEETS gibt es aktuelle in sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen. Alle zeichnen sich durch eine recht milde Note aus.

Die HEETS Sticks der IQOS:

  • HEETS Yellow Green Selection
  • HEETS Yellow Selection
  • HEETS Amber Selection
  • HEETS Teak Selection
  • HEETS Sienna Selection
  • HEETS Bronze Selection
  • HEETS Russet Selection

Um die IQOS zu starten, drückt man auf einen Knopf an der Seite des Holders. Das Gerät vibriert und zeigt an, dass der HEETS Stick eingesetzt werden kann. Dann dauert es ein paar Sekunden, bis der Tabak erhitzt ist und eine zweite Vibration erfolgt. Jetzt kann man, wie bei einer normalen Zigarette, an dem Filter ziehen und das Aerosol einatmen. Jeder HEETS Stick hält für 14 Züge oder 6 Minuten. Gegen Ende vibriert der Holder ein drittes Mal. Nun sind noch drei weitere Züge möglich. Dann geht das Gerät aus, man entfernt den HEETS und entsorgt ihn im Hausmüll.

glo von British American Tobacco

Die glo ist ein recht junges Produkt. British American Tobacco hat sich mit der Entwicklung seines Tabakerhitzer ganz bewusst etwas mehr Zeit gelassen. Vielleicht war es ihm wichtig, ein besonders ausgefeiltes Gerät auf den Markt zu bringen. Oder er wollte erst einmal abwarten, ob sich der Tabakerhitzer des Konkurrenten Philip Morris auf dem Markt etablieren kann.

Technisch ist die glo der IQOS sehr ähnlich, allerdings vereint sie alles in einem Gerät. Das heißt: Es gibt keinen separaten Pocket Charger. Die Tabaksticks, neo sticks genannt, werden mittels Induktion je nach Modus (Standard oder Boost) auf bis zu 270 Grad Celsius erhitzt.

Die neo sticks der glo:

  • neo Tobacco Bright
  • neo Tobacco Dark
  • neo Tobacco Gold
  • neo Coral Switch
  • neo Brilliant Switch
  • neo Sunny Switch
  • neo Red Switch
  • neo Yellow Switch
  • neo Summer Yellow Switch
  • neo Vibrant Velvet Switch

Mit den Sorten Tobacco Bright, Tobacco Dark und Tobacco Gold werden drei Tabaksticks ohne zusätzliches Aroma angeboten. Daneben gibt es sieben Switch-Sticks, die jeweils ein bis zwei kleine Aroma-Kapseln enthalten. Bei Druck zerplatzen sie und geben ein bis zwei Fruchtnoten frei, zum Beispiel nach Apfel oder Zitrone. Die Aromen erweisen sich allesamt als kräftig. Wenn man die Boost-Funktion benutzt, wird das Aroma der neo sticks noch intensiver.

Wer glo‘n möchte, setzt den neo stick bis zu einer farbigen Markierung in das Gerät und wählt den Modus: Standard oder Boost. Im Standard-Modus wird der Button 3 Sekunden gedrückt, bis eine Vibration erfolgt. Bis zum vollständigen Erhitzen dauert es ca. 20 Sekunden. Um den Boost-Modus zu aktivieren, wird der Button 5 Sekunden gedrückt und es erfolgt nach der ersten Vibration eine zweite. Nach weiteren 15 Sekunden kann geglo’t werden. Eine Standard-Session dauert ca. 4 Minuten, eine Boost-Einheit ca. 3 Minuten. Kurz vor Ende erlöschen 3 der 4 LED-Leuchten und das Gerät vibriert ein weiteres Mal. Nachdem das letzte LED-Teil aus ist und sich das Gerät abgeschaltet hat, entnimmt man den neo stick und gibt ihn in den Hausmüll. Wer mag, kann sofort den nächsten Stick verwenden. Das Limit des Akkus ist erst nach 20 Sticks erreicht.

IQOS und glo – Wem gehört die Zukunft?

In vielen Bereichen liefern sich IQOS und glo ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch die Community in den sozialen Medien ist sich uneinig, welcher Tabakerhitzer besser gefällt. Einer Meinung ist man aber darin, dass die Handhabung beider Geräte gleichermaßen bedienerfreundlich ist.

Bei der Qualität hat die IQOS die Nase vorn. Sie macht insgesamt einen etwas hochwertigeren Eindruck. Nichts wackelt und klappert. Allerdings sind der etwas schwache Akku des Holders und der empfindliche Heizstab zwei nicht unerhebliche Nachteile. Vor allem Letzterer wird in den Internetforen häufig kritisiert, zwingt er doch dazu, das Gerät immer mal wieder auszuwechseln, weil es unbrauchbar geworden ist. Philip Morris nahm dazu Stellung und rät in der Bedienungsanleitung zu einem vorsichtigen Umgang mit dem Holder. Unter anderem empfiehlt er, die HEETS während der Verwendung auf keinen Fall zu drehen. Die glo ist hier einen Schritt weiter: Sie arbeitet mit Induktion, was den Vorteil hat, dass es keine beweglichen Teile gibt, die Schaden nehmen können. In diesem Punkt hat die glo die Nase vorn.

Bei der Qualität der Tabaksticks ist dagegen kein Sieger auszumachen. Die Tabakmixturen, die für die HEETS und neo sticks verwendet werden, sind gleichermaßen hochwertig, ähnlich dem Tabak in handelsüblichen Zigaretten. Welche Sticks besser schmecken, darüber scheiden sich die Geister. Wer es gerne etwas stärker mag, der ist mit den neo sticks besser bedient. Das liegt zum einen am Geschmack der Sticks, aber auch daran, dass die glo das Rauchen nicht auf eine bestimmte Anzahl von Zügen begrenzt. Stattdessen kann man häufiger als 15-mal am Stück ziehen und sogar mehrere Sticks hintereinander genießen. Das macht das Einheitsgerät möglich. Es vereint sowohl den Heater als auch den Akku, wodurch das lästige und aufwände Nachladen entfällt. Auf der anderen Seite ist es sicher fraglich, wie oft man die Gelegenheit des Dauerkonsums nutzen möchte. Wahrscheinlich wird man selten mehr als zwei Sticks nacheinander raucht, ohne eine kleine (Lade-)Pause einzulegen.

Ob die IQOS oder die glo vom Aussehen mehr hermacht, entscheidet natürlich der inpiduelle Geschmack. Für die IQOS sprechen die Abmessungen, die das Gerät fast wie eine Zigarette aussehen lassen. Auch die Verpackungen der HEETS fallen positiv ins Auge. Man erkennt die Liebe zum Detail, da verschiedene sehr edle Papiersorten und -prägungen Verwendung finden. Zudem profitiert die IQOS von ihrem geringen Gewicht, da der große Akku im Pocket Charger untergebracht ist.

In puncto Reinigung und Wartung geht die glo als Siegerin hervor. Man muss nach jeder fünften Anwendung einmal kurz mit der Reinigungsbürste durchputzen – fertig. Für das Säubern der IQOS bedarf es etwas mehr Einsatz und man sollte nicht leichtsinnig vorgehen, um den empfindlichen Heizstab nicht zu beschädigen.

Tabakerhitzer haben Zukunft

In Tabakerhitzern steckt großes Potenzial. Das bedeutet aber auch, dass sowohl die Hersteller als auch die Bundesregierung in den nächsten Jahren noch vor ein paar Herausforderungen stehen.

Umweltbewusste Lösung für Tabakerhitzer

Bei allen Tabakerhitzern muss noch an den Stellschrauben für eine saubere Umwelt gedreht werden. Denn bei der Entsorgung führen die aus Kunststoff, Metall und Akkus bestehenden Geräte zu viel Plastik- und Sondermüll. Hier fehlt eine optimale Lösung. Zur Schonung der Umwelt und auch der Ressourcen könnte man beispielsweise ein Rücknahme- oder Pfandsystem entwickeln.

Steuererhöhungen für Tabakerhitzer

Tabakerhitzer sind steuerlich mittlerweile mit Zigaretten aus der Schachtel gleichgestellt. Die Meinung der Bundesregierung: Dampfer sind die Rauchwaren der Zukunft und treten mehr und mehr an die Stelle von Zigarette. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahre, ist das Argument verständlich.

Visionen und Missionen von Philip Morris

Philip Morris setzt auf seine IQOS. Schon länger bewirbt er sie als „bessere Alternative zum Rauchen“. 2015 kündigte der Weltkonzern die größte Transformation seiner Firmengeschichte an: Er wolle weg vom Tabakkonzern, hin zum Nichtraucherkonzern und eines Tages seine Zigaretten vollständig durch Tabakerhitzer ersetzen.

Philip Morris ist derart überzeugt von seiner Vision, dass er freiwillig in Deutschland und anderen Ländern die Außenwerbung für Zigaretten einstellte. Geworben wird nur noch für die IQOS. Auch auf der deutschen Internetseite macht der Branchenriese seine Pläne deutlich. Bereits bis 2025 möchte Philip Morris 40 Prozent seines Umsatzes allein mit der IQOS und weiteren risikoarmen Geräten erwirtschaften. Ein mutiges Ziel. Es bleibt spannend.