Ernte 23
Hintergrund und Historie: Die Geschichte von Ernte 23
Die Vorgeschichte der Marke Ernte 23 geht bis fast an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück und ist mit dem damaligen Tabakanbau und der politischen Situation in Bulgarien verbunden. Zu dieser Zeit war das Land von wirtschaftlicher Instabilität betroffen, die unter anderem Einfluss auf den Tabaksektor hatte und zu einem starken Preisverfall beim Rohtabak führte.
1923 reiste der Orienttabak-Experte David Schnur – damaliger Einkaufsleiter bei Reemtsma – persönlich in die Anbaugebiete, um die Tabakqualität für das Sortiment zu überprüfen. Schur erkannte die chaotische Lage und sicherte sich die gesamte qualitativ hervorragende, aber praktisch unverkäufliche Ernte zu einem Spottpreis. Ein Jahr später wurden Ernte 23 Zigaretten als Label offiziell in den deutschen Handel gebracht.
Die Mischung der ursprünglich als Orient-Blend etablierten Zigaretten wurde in der Nachkriegszeit (ab 1945) angepasst. Durch die Stationierung von US-Truppen auf deutschem Boden gewannen American Blend Mischungen zunehmend an Interesse bei Rauchern. Um die rückläufige Nachfrage von Orientzigaretten wie Ernte 23 aufzufangen, wurde die alte Rezeptur aufgegeben und gegen eine Zusammensetzung aus Virginia- und Orient-Tabak ersetzt, den German Blend.
Durch diese Maßnahme ging der ursprünglich stark vom Orienttabak geprägte Charakter verloren. Auf zusätzliche Aromatisierung (Saucing) und die Beigabe von Zucker (Casing) wurde verzichtet. Die Marke zählt inzwischen zu den ältesten, die Reemtsma in Europa anbietet.
Von welchem Hersteller kommt Ernte 23 heute?
Am Hersteller von Ernte 23 hat sich bis heute nichts geändert. Die Marke wird seit der Ersteinführung vom deutschen Tabakunternehmen Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH produziert und vertrieben. Reemtsma selbst gehört seit 2002 dem Tabakgroßkonzern Imperial Brands aus England an.
Quellen: Hersteller


